Die Weinberge von Josef Högl: Steilterrassen auf Trockensteinmauern
Schon Anfang der 90er Jahre machte Josef Högl mit äußerst gelungenen, ja starken Weinen auf sich aufmerksam. Damals arbeitete er noch in Teilzeit für keinen Geringeren als F.X. Pichler. Stark sind seine Weine geblieben, oft dicht und mächtig, geprägt von Mineralität und heute auch Eleganz.
Josef Högls Weingut ist im westlichsten und höchstgelegensten Teil der Wachau, dem "Spitzer Graben" beheimatet. Beinahe alle Weingärten im Spitzergraben sind Steilterrassen auf Trockensteinmauern. Die Erhaltung dieses Erbes zählt neben schonenden Umgang mit Boden und Rebstöcken zu einer Grundhaltung von Josef Högl. Viel Handarbeit ist daher nötig.
In den Terrassenlagen gibt es keine Staufröste, weshalb er über ein großes Potenzial an alten Reben verfügt. Diese bringen in den Steillagen durch zusätzliche Ertragsbeschränkung höchste Qualitäten. Das spezielle Kleinklima des Spitzer Grabens bringt trotz vollendeter physiologischer Reife immer noch Frische, Fruchtigkeit und Eleganz im Wein. Bei der bis zu acht Wochen dauernden Handlese wird strengstens selektiert. In Spitzenlagen erfolgen oft drei Erntedurchgänge. Die natürliche Qualität der Keltertrauben erhalten, Eigenheiten von Lagen und Jahrgängen zu transportieren, ist Josef Högls Grundsatz im Keller. Nicht mehr und nicht weniger.
"Kaum jemand beherrscht die extremen Terrassen des Spitzer Grabens so wie Josef Högl." (Gault Millau Österreich 2009)
Einer der 2008 den Regen im September abwarten konnte und von der Schönwetterphase im Oktober und November voll profitierte war Josef Högl aus Spitz: "Der Spitzer Weinmeister mit einer würdigen Serie." (wein.pur: Best of Austria 2009)