Der Riesling gilt in Deutschland als "König der Reben". Der Müller-Thurgau hingegen, eine ominöse Kreuzung, ein Bastard also, wird als "Massenbringer" geschmäht. "Verschnitt" ist ein Wort, das Verbraucher gar nicht gerne hören. "Gute Mischung" klingt da schon besser. Und genau das ist es auch, was Tim Fröhlich hier gemacht hat - eine saugute Mischung sogar:
Das Weingut besitzt einen 35 Jahre alten Weinberg mit Müller-Thurgau. Der Ertrag ist hier nur noch gering, die Trauben sind sehr kleinbeerig. Der Porphyr-Untergrund sorgt überdies für reichlich Mineralstoffe. Tim Fröhlich gab dem Müller-Thurgau etwa 20% Riesling bei. "Ich wollte, dass er noch knackiger schmeckt," sagt er. Und wie das schmeckt!
Er duftet wie ein Bauerngarten im Sommer. Im Geschmack ist er rund, saftig, ja füllig (und das bei niedrigem Alkohol), die Frucht spielt zwischen Aprikose und Birne, bleibt erstaunlich lange auf der Zunge, dezente Mineralität und die feine Riesling-Säure bringen Eleganz und Frische.
Rebsorte: | Müller-Thurgau, Riesling |
Farbe: | Weißwein  |
Anbaugebiet: | |
Winzer/Weingut: | |