Die Geschichte von l'Oustal blanc

Der ehemalige Rugbyspieler Claude Fonquerle hat das Weinhandwerk (im Weinberg und im Keller) während zehn Jahren in Chateauneuf du Pape erlernt, auf der Domaine Père Caboche, anschließend auf Château Valcombe (Côtes du Ventoux). Während dieser Zeit hat er auch die Bekanntschaft des umtriebigen Önologen Philippe Cambie gemacht, der ihn auch heute auf seiner Domaine de L'Oustal blanc berät.

2002 gründete er zusammen mit seiner Frau Isabel in seiner Heimat Minervois die Domaine de l'Oustal blanc. Isabel hatte nach Ihrem Weinbau-Diplom einige Jahre mit ihrem Mentor Bruno Quenioux, Chef-Sommelier und Leiter der gigantischen Weinabteilung, bei Lafayette in Paris gearbeitet.

 

Das Terroir von L'Oustal blanc

La-Livinière gilt als besonderes Terroir im Minervois/Languedoc. Auf 8ha zu Füßen der Montagne Noir praktizieren Isabel und Claude umweltbewussten Weinbau, denn im Weinberg wird die Grundlage für die spätere Qualität der Weine gelegt. Ein ideales Ökosystem ohne marine Einflüsse (das Mittelmeer ist zu weit weg) in einer Vielfalt südländischer Flora – falscher Mehltau und tierische Parasiten (Traubenwürmer, Blattwickler, Zwergzikade) sind hier praktisch keine Probleme. Nur auf Mehltau muss in der Wachstumsphase besonders geachtet werden, kann aber mit Schwefelpulver wirksam bekämpft werden. Zweireihige Bodenbearbeitung erlaubt eine vielfältige natürliche Flora. Die Böden werden so bearbeitet, dass ein Maximum an mikrobiellem Leben erhalten bleibt, Regenwürmer und vielerlei Insekten ihre Arbeit verrichten können.

 

Die Weinbereitung bei l'Oustal blanc

Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand, wobei im Weinberg schon selektioniert wird. In kleinen Kisten von 12kg werden die Trauben gesammelt und auf 10 °C abgekühlt. Erst nach zweimaliger Selektion auf dem Sortiertisch gelangen die Trauben in die Kelter.

Bei den Rotweinen werden 80% in zylindrischen Zementtanks vergoren, die alten Grenache in offenen 500-Liter- Holzbottichen. Alle weiteren Eingriffe wie Überpumpen (délestage oder remontage) und Untertauchen des Tresterhutes, erfolgen ausschließlich nach Verkostung des gärenden Mostes und in Reflexion auf das Ziel Frucht, Finesse, Reinheit und Komplexität.

Die Weißweine werden in 500-Liter-Fässern vergoren und ausgebaut.

„Châteauneuf-du-Pape bleibt der Ausgangspunkt meiner Ausrichtung“, sagt Claude, „und Burgund ist meine Inspiration. Die Reinheit der Frucht und die Mineralität in diesen Weinen hat etwas Magisches.“

 

Der Name l'Oustal blanc

„L'Oustal blanc“ bedeutet in der okzitanischen Sprache „Weißes Haus“ und wurde gewählt als Ehrung für „Blanche“ (= „Weiß“), den früheren Besitzer, der Claude und Isabel die Gründung eines eigenen Weingutes ermöglichte.

Das dreieckige Etikett symbolisiert die Beständigkeit, die Ziele und die Bestimmtheit, nach der die beiden für ihre Weinproduktion streben. Oben und in der Mitte steht der Wirbelwind für die vergehende Zeit, darunter findet sich der Mondkalender, die Hand des Winzers und die Bögen der romanischen Kirche in La Livinière. Auch Minerva, ein göttliches Wesen aus der romanischen Mythologie und Namensgeberin für die Appellation, ist zu erkennen: Göttin der Weisheit, Strategie, Intelligenz. Lieteratur, Künste, Musik und Schutzpatronin der Handwerker, als die sich Isabel und Claude verstehen.

Gut, dass es diese Erklärung zum Etikett gibt. Dann weiß man wenigstens, warum es so ist wie es ist. Schön ist es nämlich nicht …. Aber darauf soll es ja nicht ankommen. Und der Inhalt der Flasche ist dafür wunderschön!

 

Anschrift: EARL ISABEL & CLAUDE FONQUERLE, 4bis, avenue de la Source, 34370 Creissan - France