Château de Montfaucon
- Lirac, Côte du Rhône, Châteauneuf du Pape
Château de Montfaucon
Noblesse oblige
Château de Montfaucon und Rodolphe de Pins
Château de Montfaucon ist eine Burg aus dem 11. Jahrhundert und liegt am rechten Rhône-Ufer in der Nähe von Châteauneuf du Pape. 1775 kaufte Gabriel de Pertuis - ein Urahn von Rodolphe de Pins - Château de Montfaucon. 1995 übernahm der studierte Agraringenieur Rodolphe den Familienbesitz. Vorher hatte er Erfahrungen als Weinmacher gesammelt in Châteauneuf du Pape und in Australien (u.a. bei Henschke). Seine Ausbildung, seine internationale Erfahrung und der unbedingte Wille, elegante und komplexe Rhôneweine auf hohem Niveau zu produzieren, brachten bald Erfolg.
Château de Montfaucon und seine Philosophie
Rodolphe ist ein leidenschaftlicher, hoch begabter Winzer. "Für mich ist die Vielfalt der Traubensorten, die in der Côte-du-Rhône seit jeher kultiviert werden, das Geheimnis unserer Gegend," erzählt er. "Die beiden wichtigsten Traubensorten Grenache und Syrah müssen meines Erachtens unbedingt mit den alten, heute mehr und mehr in Vergessenheit geratenden Sorten wie Carignan, Counoise oder Cinsault verschnitten werden. Sonst werden die Weine allzu alkoholisch und schwerfällig. Der alte Reynaud von Château Rayas war übrigens geradezu verrückt nach Cinsault."
Viele Produzenten begehen seiner Meinung nach den Fehler, die Maischegärung übermäßig in die Länge zu ziehen und diesen Wein in neuen Fässern zu lagern. "Säurearme Weine harmonieren nicht gut mit neuem Holz," betont Rodolphe, "sehr oft reifen diese überkonzentrierten, tanninreichen Weine schlecht." Konsequenterweise verwendet er für seine Rotweine keine oder nur gebrauchte Barriques. Und er lässt seinen Weinen viel Zeit.