Cascina Maddalena

Lugana von Mattia Zordon

Mattia Zordon (rechts) mit seiner Familie auf der Cascina Maddalena

Anschrift: Via Maddalena, 17 - 25019 Lugana di Sirmione

Das kleine Familienweingut Cascina Maddalena besitzt gerade einmal 4 Hektar Weinberge, aus denen in guten Jahren rund 25.000 Flaschen entstehen. (Im Vergleich dazu besitzt z.B. der bekannte Betrieb Cà dei Frati gut 140 ha mit einer Jahresproduktion von über 2 Millionen Flaschen...)

Fährt man zu Cascina Maddalena, kann man gar nicht glauben, dass man zu einem Weingut unterwegs ist. Schaut alles eher nach Siedlung aus, viel Siedlung. Aber dann kommt doch ein kleines Schild, wir biegen ab und tatsächlich landen wir nach einigen hundert Metern auf einem Weingut. Mittendrin ein Haus (Agriturismo, Wohnhaus, Weinkeller, alles in einem), außen herum 4 ha Weinberge, darum herum: Siedlung. Einer ist hier übrig geblieben, der letzte Mohikaner. Alle andere haben ihre Flächen schon als Bauland verkauft. So war am Gardasee in den 80er und 90er Jahren einfacher Geld zu verdienen als mit Weinbau.

Der letzte Mohikaner ist hier Mattia Zordon, der die Weinberge von seinem Vater geerbt hat, der hatte sie von seinem Vater geerbt, und der... Seine beiden Schwestern führen den Agriturismo, Mattia macht die Weine. Wie es in Familienbetrieben so ist, jeder packt mit an, wo Not am Mann ist. Zusammen reicht es dann für alle.

Der Markt für Lugana boomt zwar seit Jahren. Aber zum einen besitzt Mattia nur eine kleine Fläche, zum anderen macht er seinen eigenen Lugana, abseits des Mainstreams. Und das beginnt für ihn im Weinberg, hier arbeitet Mattia sehr viel („gefällt mir auch besser als Büroarbeit“), seinen Weinbergen sieht man die Akribie und Liebe an, die er in sie steckt. Ganz anders als man es in dieser Gegend oft sieht.

Lugana ist schon seit langem zu einem Massenwein geworden und wird auch als solcher produziert - mit viel Maschineneinsatz, hohen Erträgen, etwas Süße (und noch immer ein bisschen mehr...), damit es auch jedem schmeckt. Und dem immergleichen Geschmacksbild banaler Fruchtigkeit. Die riesige Nachfrage sorgt dabei für immer noch weiter steigende Preise.

Eingefleischte Lugana-Trinker werden vermutlich mit den Weinen der Cascina Maddalena nichts anfangen können: zu wenig entsprechen diese dem gängigen Lugana-Geschmack. Sie haben keinen Zucker, vor allem aber bieten sie viel mehr: Eigenständigkeit, eine gute Struktur und prägnante, aber feine Säure und Mineralik

Für all diejenigen, die bislang um Lugana einen Bogen gemacht haben, ist es nun Zeit, den Weinen von dort vielleicht wieder eine Chance zu geben.

2016 Lugana Capotesta, Cascina Maddalena

Zarte helle Frucht, aber vor allem Feuerstein und Blumenwiese. Wirklich trocken, harmonisch und lang.

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2014 Lugana Clay, Cascina Maddalena

Geschmeidig-elegant, fast cremig. Dicht, tief und lang.

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