La Maliosa

Die Fattoria La Maliosa ist ein Bauernhof, der sich über 160 Hektar in der hügeligen Maremma erstreckt. Weinberge (nur 8 ha), Olivenhaine, Ackerland und Wälder für die handwerkliche Herstellung von Naturweinen, nativem Olivenöl und Honig. Außerdem wird im eigenen Solarpark nicht nur Strom für den Eigenbedarf produziert, sondern auch ins öffentliche Netz eingespeist (immerhin 2 MW).

Was zunächst „nur“ als biodynamisches Naturweingut erscheint, entpuppt sich als wissenschaftlich fundiertes, gut durchdachtes und entsprechend organisiertes Projekt einer weitgereisten Quereinsteigerin: Antonella Maluni. Gemeinsam mit dem Agronomen und Forscher Lorenzo Corino (vorher Manager im Forschungszentrum für Önologie in Asti) führt sie seit 2013 das Weinprojekt durch, in dem sie agronomische und hochinnovative Techniken für eine immer nachhaltigere Wein- und Olivenproduktion konsolidiert und weiterentwickelt und unter dem Namen "Metodo Corino" kodifiziert. Diese Corino-Methode (eingetragenes Patent und Warenzeichen von Lorenzo Corino und Antonella Manuli) setzt eine Reihe innovativer agronomischer Verfahren für die Erzeugung von Wein um. Im Mittelpunkt der Methode stehen die Vitalität des Bodens, die Gesundheit der Umwelt, der Erzeuger und der Verbraucher. Im Prinzip geht es dabei nicht nur um eine natürliche Weinproduktion, sondern um eine umfassende und nachhaltige Sicht auf alle Lebensbereiche: Kultur, Lebensstil, Landschaftsschutz, Tradition und auch Wirtschaftlichkeit. Das bedeutet wiederum reduziert auf den Wein: „Beim Übergang von der Traube zum Wein muss die Gärung auf natürliche Weise mit einheimischen Hefen und Bakterien erfolgen. Die anschließende Verarbeitung des Weins im Weinkeller muss mit menschlichem Fachwissen im Bereich des Abfüllens und der Weinbereitung durchgeführt werden. Alle Zusätze und alle invasiven Technologien mit chemischen oder physikalischen Eingriffen jeglicher Art, die darauf abzielen, den Ursprung und die natürliche Entwicklung des Weins, der ausschließlich aus den Trauben stammt, zu verändern, sind ausgeschlossen.“

Da steckt also insgesamt sehr viel Nachdenken und Theorie über „natürliche“ Weinherstellung drin. Aber wie schon ein bekannter Deutscher philsophiert hat: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“ 

Der erste Schluck mag (wie oft bei Naturweinen) noch gewöhnungsbedürftig sein, aber dann will man immer weitertrinken.

Anschrift: Olis Soc. Agr. SRL, Podere Monte Cavallo, 58014 Manciano

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