2016 Grüner Veltliner ATZBERG Steilterrassen, Gritsch - Mauritiushof

2016 Grüner Veltliner ATZBERG Steilterrassen, Gritsch - Mauritiushof
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34,67 €/L

Ein Rekultivierungsprogramm für den lange brach liegenden Atzberg, eine absolut besondere Lage.
Es ist eine steile Lage, eine extrem steile. Wer sie bearbeitet, muss damit rechnen, an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit zu gehen. Die Rede ist von der bereits 1328 erstmals erwähnten Ried Atzberg, in der Urkunde als "Ärzberg" bezeichnet. Franz-Josef Gritsch vom Mauritiushof in Spitz hat sich ihrer angenommen.

Der Anstoß dazu kam von Hans Denk, seines Zeichens Weinpfarrer aus Albrechtsberg, der auch dafür sorgte, dass sich der umtriebige Winzer zwei Partner ins Boot holte, die die erforderliche finanzielle und kommerzielle Unterstützung einbrachten. Dkfm. Hans Schmid, Inhaber des traditionsreichen Wiener Weinguts Mayer am Pfarrplatz, heißt der eine, Dr. Robert Wutzl, ehemaliges Vorstandsmitglied bei Schlumberger, der andere. Gemeinsam mit dem Spitzer sind sie die Protagonisten des neu geschaffenen Weinguts Atzberg.

Beginnend mit einem harmonischen Duftreigen von roten Beeren, Mineralien und schwarzem Pfeffer; mündet in einen ausholenden Frucht‐Würzebogen von Äpfel, Birnen, Kräuter und Tabakblätter. Fest gebaut, dennoch grazil wirkend. Ein Klassiker mit bemerkenswerter Länge.

Von Hand gelesen und mit der Rückenbutte zu Tale getragen.

Singerriedel und Atzberg dürften früher eine geologische Einheit gebildet haben, bevor der Mieslingbach die beiden trennte. Der Boden - wie der ursprüngliche Name erahnen lässt - ist erzhaltig (rotes Gestein mit Gneis- und Schieferstruktur und sehr karger Erdauflage). Die hoch aufragenden, schmalen Steinterrassen lassen eine maschinelle Bearbeitung nicht zu. Alles dort setzt pure Handarbeit voraus, und nachdem es anfangs auch keine Bewässerungsanlage gab, mussten beispielsweise vollgefüllte Wasserkübel mühsam hinaufgeschleppt werden, um die neu gepflanzten Setzlinge ausreichend zu versorgen.

Ganze zwei Hektar Weingartenfläche wurden so in der seit vielen Jahrzehnten brachliegenden Riede, die wegen des damit verbundenen Arbeitsaufwands niemand mehr bewirtschaften wollte, nun unter großen Anstrengungen rekultiviert und mit Grünem Veltliner bestockt.

2012 gab es dann die erste Traubenlese. Es ist ein Wein entstanden, der mit seiner "Wachauer Seele" zutiefst beeindruckte, der Verbindung aus spektakulärer Veltlinerwürze und den dunklen, schieferigen Anklängen des Terroirs. Franz-Josef Gritsch ist überzeugt davon, "dass diese einzigartige Lage von Boden und Klima her die besten Weißweine hervorbringen kann". Und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "Erzhaltiger Schiefer und Gneis sind die besten Voraussetzungen. Das weiß man auch an der Mosel!"

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein herausragender Weißwein, der uns begeistert.

Auszeichnung:
93 Falstaff

Falstaff Wein Guide 2017/18: "Feine Nuancen von weißem Apfel, tabakige Würze, dunkle Mineralität. Straff, engmaschig verwoben, feine Fruchtsüße, finessenreiche Struktur, zarte saline Note, dezenter Mangotouch, bleibt sehr gut haften."

Rebsorte:
Grüner Veltliner
Farbe:
Weißwein
Alkoholgehalt:
12,5%
Lagerung:
-2022+
Anbaugebiet:
Winzer/Weingut:
Essensempfehlung:
perfekt zu Lamm und Kalb
Ausbau:
temperatur‐ kontrollierte Vergärung im Stahltank, Ausbau auf Feinhefe, gereift im großen Holzfass
Säure:
5,8 g/l
Restzucker:
4,9 g/l
Verschluss:
Naturkork
Empfohlene Trinktemperatur:
11-13 °C
Allergene:
Sulfite; kann Spuren von Eiweiß und Gelatine enthalten